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HAUSDORFF,F., Grundzüge der Mengenlehre. Leipzig 1914

Hausdorff, Grundzüge der Mengenlehre. Leipzig 1914
Hausdorff, Grundzüge der Mengenlehre. Leipzig 1914. Titelblatt
Hausdorff-Porträt

HAUSDORFF, Felix,

Grundzüge der Mengenlehre. Leipzig, Verlag von Veit & Comp., 1914.

8vo. VIII, 476 S. Mit 53 Figuren im Text. Zeitgenössischer Halbleinen mit Buntpapierbezug u. Rückentitelprägung. (Schöner Zustand, Schnitt marmoriert, Exlibris “Ernst Seidel” auf Ebd.-Innendeckel, kl. Namensst. a. Tb.).

Erste Ausgabe des opus magnum Hausdorffs, eines der wichtigsten Grundlagenwerke der Mathematik im 20. Jahrhundert! – Es war das erste Lehrbuch, das die gesamte Mengenlehre im umfassenden Sinne systematisch und mit vollständigen Beweisen darstellte (allgemeine Mengenlehre, Theorie der Punktmengen, Inhalts- und Maßtheorie). Die meisterhafte Arbeit Hausdorffs ging aber weit darüber hinaus, indem sie die Mengenlehre durch zahlreiche bedeutende Beiträge des Autors ergänzte. Hausdorffs Arbeit setzte den Standard, nach dem mathematische Theorien im 20. Jahrhundert mengentheoretisch-axiomatisch aufgebaut werden. Eine methodische Pionierleistung, richtungsweisend für die weitere Entwicklung der Mathematik! Am Vorabend des Ersten Weltkriegs erschienen, entfaltete die Arbeit Hausdorffs Ihre große Wirkung erst nach dem Krieg, insbesondere während der 20er Jahre. Sie gehörte zu den meistzitierten Arbeiten der Mathematik, die auch die entscheidende Grundlage schaffte für die weiterführende russische topologische Schule um Paul Alexandroff und Paul Urysohn. – Hausdorff (1868-1942), gebürtig in Breslau, wuchs in Leipzig auf, wo er hauptsächlich sein Studium der Mathematik und Astronomie absolvierte (1887-1891), ergänzt durch Studienaufenthalte in Freiburg und Berlin. Er promovierte im Jahre 1891 bei Heinrich Bruns in Leipzig mit einer astronomischen Arbeit, auch die Habilitation im Jahre 1895 stand noch ganz im Bann dieser astronomischen Frühphase. Unter dem Pseudonym “Paul Mongré” war Hausdorff auch literarisch und philosophisch tätig. Nach der Habilitation wurde Hausdorff Privatdozent an der Universität Leipzig, diese Zeit markiert seine Hinwendung zur Mathematik. Es folgte im Jahre 1901 der Ruf zum außerplanmäßigen Professor an die Universität Leipzig, im Jahre 1910 der Ruf zum Extraordinarius an die Universität Bonn. In den Sommer 1912 lässt sich der Beginn der Arbeit an seinem Hauptwerk datieren. Im Jahre 1913 folgte Hausdorff dem Ruf an die Universität Greifswald, seine Rückkehr an die Universität Bonn als Ordinarius erfolgte 1921. Als Jude sah sich Hausdorff – vor allem ab 1933 – zunehmend Repressionen ausgesetzt, wurde aber zum 31. März 1935 noch regulär emeritiert, nach 40 Jahren akademischer Arbeit. Als im Jahre 1941 die Sammlung Bonner Mitbürger(innen) jüdischen Glaubens im ehemaligen Kloster “Zur ewigen Anbetung” (Bonn-Endenich) begann, gab man sich im Hause Hausdorff keinen Wunschvorstellungen mehr hin: Felix Hausdorff, seine Frau Charlotte und Charlottes Schwester Edith Pappenheim traten am 26. Januar 1942 gemeinsam aus dem Leben.

Order Number: 25800AB

Rare Book: EUR 900,-- 


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The small series “AVKB-Edition” will additionally bring together some texts, monographs and bibliographies that are out of print or difficult to access and make them available as reprints in hardback book form.