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REINKINGK,T., De regimine seculari et ecclesiastico. Frankfurt 1651

Reinkingk, Tractatus de Regimine seculari et ecclesiastico. 5.A. Frankfurt/M. 1651

REINKINGK, Theodor (Dietrich),

Tractatus de Regimine seculari et ecclesiastico cum indice capitum & rerum. Editio quinta nuperrimâ emendatior & purior. Huic accesserunt nonnulla quae circa publicum Imperii Statum durantibus Belli montibus, ac per novam Pacis Compositionem vel innovata vel confirmata, nec non pauca alia. 5. Aufl. Frankfurt am Main, Impensis Josephi Dieterici Hampelii, 1651.

8vo. Gest. Vortitel, Tb. mit Vignette, 14 Bll., 1120 S., 59 Bll. (Index). Zeitgenössischer Pergamentband auf 6 Bünden geheftet, mit handgeschr. Rückentitel. (alter St.a.Tbrückseite, exzellenter Zustand!).

Hauptwerk Reinkingks, die “letzte klassische Darstellung des Reichsstaatsrechts im Sinne des imperialen Reichsgedankens” (H. Maier). – Das Werk, zuerst 1619 veröffentlicht, erntete heftige Kritik, namentlich von Hippola Lapide, worauf Reinkingk in der vorliegenden (bedeutendsten) 5. Auflage antwortet. Es erschienen bis 1717 noch zwei weitere Auflagen. – Dietrich (latinisiert Theodorus) Reinkingk (1590-1664) war einer der wichtigsten Juristen auf dem Gebiet des Staatsrecht, der bekannteste Vertreter der kaiserlichen Position der sog. Reichspublizistik im 17. Jahrhundert. Im 30jährigen Krieg führten auch die Juristen einen Federkrieg, der massenhaft Schriften und Pamphlete für und wider den Kaiser, für und wider die Landstände hervorbrachte. Der Protagonist der kaiserlichen Partei war Reinkingk, der in diesem Werk massiv und ohne Kompromiß die These zu erhärten sucht, daß Deutschland eine Monarchie in der Nachfolge des Römischen Reiches sei. Reinkingk wollte die Verfassungsordnung von 1555 schützen und staatsrechlich begründen. “Mit seinem Hauptwerk… schuf R. das bis in die Mitte des 18. Jh. führende Reichsstaatsrecht. Das röm.-dt. Reich wird als sakrale Universalmonarchie metaphysisch begründet… Der Kaiser ist als absoluter Herrscher alleiniger Inhaber der Souveränität und nur durch die ‘leges fundamentales’ in ihrer Ausübung gehindert. Ständische und aristokratische Elemente der Reichsverfassung werden nicht geleugnet, betreffen jedoch nur die Ausübung der Staatsgewalt, nicht die Staatsform als solche. R. begründete damit ein ev. Staatsverständnis; eine monarchisch-absolute Reichsverfassung bedeutete für ihn nicht zuletzt eine gesicherte Position der luth. Territorien, in deren Diensten er zeitlebens stand. Nur widerwillig akzeptierte R. in seinen letzten Lebensjahren, daß sein Reichsbegriff nicht mehr der dt. Verfassungswirklichkeit entsprach…” (Martin Otto, NDB 21, S. 375f.). – Reinkingk stand nach dem Studium in Diensten des Landgrafen Ludwig von Hessen-Darmstadt, zunächst als Professor an der 1607 gegründeten lutherischen Universität in Gießen, dann als Hofrat, bis zum Vizekanzler im Jahre 1625. Im Jahre 1632 wurde er als Kanzler nach Schwerin berufen und diente dem Hause Mecklenburg. Seine pro-kaiserliche Haltung brachte ihm Repressionen von Seiten Schwedens ein, unter denen er in der Dekade 1635 bis 1645 leiden musste. Seit 1645 diente er dem Bremer Erzbischof Friedrich II., einem Sohn des dänischen Königs Christian IV., als Kanzler, dem er nach Kopenhagen folgte, als dieser 1648 als Friedrich III. König von Dänemark wurde. Dort war er Kanzler der ‘Deutschen Kanzlei’, in der die Herzogtümer Schleswig und Holstein verwaltet wurden. – Vgl. Pütter I, 174 ff.; ADB, Beitrag von Ernst Landsberg; NDB 21, Beitrag von Martin Otto).

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