LÖHR,E.v., Die Theorie der Culpa. Gießen 1806
Die Theorie der Culpa. Eine civilistische Abhandlung. Gießen, bey Heyer, 1806.
8vo. Tb., 3 Bll., 200 S. Neuer, schlichter Pappband. (kl. Privatst.a.T.).
Meilenstein in der Erforschung des römisch-rechtlichen Schuldrechts. – Es ist das bedeutendste und bekannteste Werk des deutschen Rechtsgelehrten Egid von Löhr (1784–1851). Das Werk brachte Löhr schlagartig den Ruf eines scharfsinnigen, brillanten Juristen ein und ebnete ihm den Weg für seine spätere Karriere als Universitätsprofessor. Das Thema war unter den damaligen Rechtswissenschaftlern so wichtig und umstritten, dass Löhrs Thesen sofort eine lebhafte Debatte auslösten. Im römischen Recht bezeichnet ‘culpa’ im weiteren Sinne das Verschulden, im engeren Sinne die Fahrlässigkeit (im Gegensatz zum vorsätzlichen ‘dolus’). Löhr untersuchte mit hoher Quellenkenntnis die komplexen Haftungsstufen des römischen Rechts. Er versuchte, eine logische und einheitliche Struktur darüber aufzubauen, wann ein Schuldner für Nachlässigkeit haften muss und welcher Maßstab an die Sorgfaltspflicht anzulegen ist. – Mit gedruckter Widmung: “Herrn Hofrath Hugo in Göttingen zum Zeichen meiner Liebe, Dankbarkeit und Verehrung gewidmet”.
Order Number: 32040AB
Rare Book: EUR 180,--

