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BAYLE,P., Dictionaire Historique et Critique. 03.A. 3 Bde. Rotterdam 1715

BAYLE, Dictionaire. 3.A. 3 Bde. Rotterdam 1715
BAYLE, Dictionaire. 3.A. 3 Bde. Rotterdam 1715. Tb. u. Titelkupfer

BAYLE, Pierre,

Dictionaire Historique et Critique. Troisieme Edition, a laquelle on a ajoûté la Vie de l’Auteur, & mis ses Additions & Corrections à leur place. 3. Ausgabe. 3 Bde. Rotterdam, (Reinier Leers), 1715.

Fol. (I, A-D:) Prächtiges Titelkupfer (Porträt Bayles), Tb. mit Vignette, XLIV (Preface de la prem. Edit., Averetissemens sur la seconde Ed., Histoire de Mr. Bayle et de ses ouvrages, Liste alphabetique), 1126 S.; (II, E-M:) Tb. mit Vignette, 1088 S.; (III, N-Z:) Tb. mit Vignette, 934 S., (Dissertations:) (935-) 986 S., (Eclaircissemens:) (987-) 1030 S., (Table des Matieres:) 45 nn. Bll. Die 4 wiederholten gestochenen Titelvignetten von G. v. d. Gouwen nach A. v. d. Werff. Prächtige, zeitgenössische Ganzledereinbände mit goldgeprägten Rückentitelschildern und Rückenornamentik. (Papier frisch, Ebde. stellenw. etw. fachmännisch ausgebessert, insgesamt sehr schöner Zustand).

Erste posthume Ausgabe! – Ein Monument der Frühaufklärung in einem schönen Zustand, mit dem gestochenen Porträt Bayles! – Bayle (1647-1706), Sohn eines hugenottischen Predigers, gilt – neben dem zehn Jahre jüngeren Fontenelle – als die zentrale Figur der französischen Frühaufklärung. Aufgrund der Hugenottenverfolgungen – mit ihrem Höhepunkt in der Aufhebung des Toleranzedikts von Nantes im Jahre 1685 durch Ludwig XIV. – ging Bayle nach Rotterdam, wo er einen Ruf als Professor der Philosophie und Geschichte annahm. Das “Dictionnaire”, zunächst in zwei Bänden erschienen, wurde vom holländischen Verleger Reinier Leers bestellt und sollte für den Verleger eine modernisierte Version von Louis Moréris “Grand Dictionnaire historique” (zuerst 1674) ergeben, eines Namens- und Personenlexikons. Bayle schuf aber stattdessen ein Dictionnaire neuen Typs, eben das “Dictionnaire historique et critique”, wobei die kritische Sichtung des Wissens die Hauptrolle übernahm. Das dargelegte Wissen wird kritisch hinterfragt, verschiedene Standpunkte werden dargelegt und sollen die Leser zum ständigen Hinterfragen animieren. Damit wird Bayle zum “eigentlichen Schöpfer der historischen Akribie” (Ernst Cassirer), worin sein Hauptverdienst für die Entwicklung des aufgeklärten Denkens besteht. Friedrich II. von Preußen schätzte Bayle über alle Maßen und bewahrte zahlreiche Auflagen in seiner Bibliothek auf. Bayles Lexikon, sein wichtigstes Werk, zuerst im Jahre 1697 in Rotterdam bei Leers erschienen, erlebte bis 1760 mehr als 10 Auflagen. Eine 2. Ausgabe erschien 1702, ebenfalls bei Leers in Rotterdam. – Hier mit dem gestochenen Porträt Bayles, das nur ganz wenigen Exemplaren der 3. Auflage beigebunden wurde und in den meisten Exemplaren fehlt! – Vgl. Ebert 1791; Graesse I, 314; Cioranescu 10610.

Order Number: 27123AB

Rare Book: EUR 1.200,-- 


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