BAUDRI,F.,Tagebücher 1854-1871. Bde. 1-4. Düsseldorf u. Wien 2006-21
Tagebücher 1854-1871. Bearb. von Ludwig Gierse und Ernst Heinen. Bde. 1-4. Düsseldorf u. Wien, Droste Verlag u. Böhlau Verlag, 2006-2021.
XXI, 367; XXVII, 518; IX, 721; XV, 481 S. Originale Verlagskartoneinbände (Bde. 1 u. 2) u. originale Verlagspappbände (Bde. 3 u. 4). (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde, LXXIII). Guter Zustand!
Peter Ludwig Friedrich Baudri (1808 in Elberfeld, heute Wuppertal – 1874 in Köln) war ein bedeutender deutscher Glasmaler, Kunstschriftsteller und Politiker des 19. Jahrhunderts. Sein älterer Bruder Johann Anton Friedrich Baudri war Kölner Weihbischof. Baudris erhaltenen und in mehreren Bänden edierten Tagebücher (1854-1871) gelten heute als eine der wertvollsten historischen Quellen für die Erforschung des Rheinlands. Seine Aufzeichnungen dokumentieren den Wandel Kölns von einer handwerklich geprägten Stadt zur modernen Großstadt. Baudris Betrieb schuf zwischen 1853 und 1874 fast 180 dokumentierte Werke. Seine neugotischen Glasfenster schmücken zahlreiche Kirchenräume vom Rheinland bis hin nach Budapest. Als Kunstschriftsteller verteidigte Baudri die Neugotik bedingungslos als den wahren christlichen Baustil. Er engagierte sich stark als Vorkämpfer des Ultramontanismus und zählte zu den Mitbegründern der katholischen Bewegung im Rheinland. Baudri war politisch aktiv und erlangte ein Mandat als Mitglied des deutschen Reichstags (MdR). Als Katholik stand er der preußisch-kleindeutschen Reichsgründung unter kulturprotestantischen Vorzeichen distanziert gegenüber. Das Erste Vatikanische Konzil und das Dogma der päpstlichen Unfehlbarkeit befürwortete er dagegen vehement. – 1. Bd.: 1854-1857; 2. Bd.: 1858-1862; 3. Bd.: 1863-1867; 4. Bd.: 1868-1871.
Bestellnummer: 93595CB
Antiquariat: EUR 120,--
