PÜTTER,J.S., Über den Unterschied der Stände. Göttingen 1795

Pütter, Ueber den Unterschied der Stände. Göttingen 1795
Johann Stephan Pütter - Porträt

PÜTTER, Johann Stephan,

Ueber den Unterschied der Stände, besonders des hohen und niedern Adels in Teutschland zur Grundlage einer Abhandlung von Mißheirathen teutscher Fürsten und Grafen. Göttingen, in Vandenhoeck- und Ruprechtischem Verlage, 1795.

8vo. Tb., 10 Bll., 168 S. Zeitgenössischer Pappband mit Buntpapierbezug und geprägtem Rückentitelschild. (Ebd. berieben u. bestoßen).

Juristische Aufarbeitung ständischer Unterschiede am Ende des Alten Reiches! – Pütter war der führende Kopf der Göttinger Schule der Publizistik und des Staatsrechts. Seine akribische Aufarbeitung ständischer Unterschiede behandelt ein wichtiges Detail im traditionellen Gefüge des alten Reichsstaatsrechts, kurz bevor dieses durch die napoleonischen Kriege und den Reichsdeputationshauptschluss (1803) grundlegend erschüttert wurde. Er untersucht die rechtlichen und sozialen Grenzen innerhalb der ständischen Gesellschaft des Alten Reichs. Er fokussiert sich stark auf die Trennung zwischen dem hohen Adel (Reichsfürsten, reichsunmittelbare Grafen) und dem niederen Adel (Landadel, Reichsritter ohne Reichsstandschaft). Die genaue Definition der Stände war im späten 18. Jahrhundert von existenzieller Bedeutung für den Hochadel. Nur eine standesgemäße Ehe (Ebenbürtigkeit) sicherte den Nachkommen die volle Erb- und Nachfolgefähigkeit in den Territorien des Reiches. Eine ‘Missheirat’ (morganatische Ehe) führte zum Ausschluss von der Thronfolge.

Order Number: 31985AB

Rare Book: EUR 160,--