NORK,F., Die Sitten und Gebräuche der Deutschen. Stuttgart 1849

Korn, Die Sitten und Gebräuche der Deutschen. Stuttgart 1849

NORK, F(elix = Friedrich KORN),

Die Sitten und Gebräuche der Deutschen und ihrer Nachbarvölker, mit Bezugnahme auf die aus den kirchlichen, abergläubischen etc. und Rechtsgebräuchen hervorgegangenen Mythen und Volkssagen. Stuttgart, Verlag von J. Scheible, 1849.

Kl.-8vo. VIII, 1188 S. Schlichter, zeitgenössischer Halbleinen. (Das Kloster. Weltlich und geistlich. Meist aus der ältern deutschen Volks-, Wunder-, Curiositäten-, und vorzugsweise komischen Literatur. Zur Kultur- und Sittengeschichte in Wort und Bild, von J. Scheible. Bd. 12, 45.-48. Zelle). (Ebd. ausgebessert, Papier stellenw. leicht fleckig).

Volkkunde im 19. Jahrhundert! – Das Buch gilt als ein wichtiges Zeugnis der deutschen Romantik und frühen Volkskunde im 19. Jahrhundert. Wie viele seiner Zeitgenossen (z. B. die Brüder Grimm) versuchte Nork, das vermeintlich alte, unverfälschte Wesen des Volkes durch die Dokumentation seiner Bräuche zu ergründen. Heute dient es vor allem der Wissenschaft als historische Quelle für den Alltag, die Mythologie und den Aberglauben der damaligen Epoche. Felix Nork war ein Pseudonym für Friedrich Korn, eigentlich Joseph Seligmann Kohn. Konkret untersucht er die Transformation heidnischer Feste und Rituale in christliche Feiertage und Heiligenverehrungen, die Rolle und die Entstehung von Mythen, Geistergeschichten, Sagen und magischen Praktiken im Alltag der Landbevölkerung sowie alte, oft symbolische Rechtsrituale und Gewohnheitsrechte in dörflichen Ordnungen, die sich in Volkserzählungen erhalten haben.

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