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CRANZ,A.F., Charlatanerien. 01.-04.A. 4 Tle. in 1 Bd. Berlin 1783

Cranz, Charlatanerien. 1-4.A. Berlin 1783

(CRANZ, August Friedrich),

Charlatanerien in alphabetischer Ordnung als Beyträge zur Abbildung und zu den Meinungen des Jahrhunderts. 1.-4. Aufl. 4 Abschnitte in 1 Band. Berlin, o. Verlag, 1783.

Kl.-8vo. Tbll. jeweils mit Vignette, 78, 78, 80, 78 S. Zeitgenössischer Pappband mit geprägtem Rückentitelschildchen.

Das bekannteste satirisch-polemische Werk des deutschen Schriftstellers! – Erschienen ab 1781 in Berlin, gilt es als scharfzüngiges, kulturkritisches Lexikon der Spätaufklärung. Cranz greift darin in Form eines Wörterbuchs verschiedene Begriffe, Institutionen, Aberglauben und Marotten seiner Zeitgenossen auf, um sie als ‚Scharlatanerien‘ (Betrügereien oder Wichtigtuereien) bloßzustellen. Das Buch umfasst vier gedruckte Abschnitte, die Cranz alphabetisch geordnet hat, um nach eigenen Worten ‚das ganze Alphabet durch‘ die Wahrheit zu sagen. Jedem behandelten Begriff folgt ein satirischer Essay, eine Glosse oder eine scharf formulierte Kritik. In seinen satirischen Artikeln nimmt er gesellschaftliche Stände, religiöse Strömungen, historische Figuren und zeittypische Phänomene ins Visier. – Cranz (1737-1801) verstand seine ‚Charlatanerien‘ als eine Art Spiegelkabinett des 18. Jahrhunderts. Er nutzte die Alphabet-Form, um den Anschein von wissenschaftlicher Objektivität zu erzeugen, während er gleichzeitig rücksichtslose Polemik betrieb. Wegen seiner Radikalität und seines Angriffs auf Obrigkeit und Kirche stießen seine Schriften im preußischen Berlin oft auf Zensur, erfreuten sich beim Lesepublikum aber großer Beliebtheit und wurden mehrfach aufgelegt.

Bestellnummer: 93626CB

Antiquariat: EUR 200,--