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JUNCKER,C., Anleitung zu der Geographie der mitlern Zeiten. Jena 1712

Juncker, Anleitung zu der Geographie. Jena 1712
Juncker, Anleitung zu der Geographie. Jena 1712

JUNCKER, Christian,

Anleitung zu der Geographie der mitlern Zeiten in welcher zuvörderst/ von der Cultur der Historiae medii aevi, in allgemeinen Anmerckungen; so dann aber von der Geographia medii aevi, in specie Teutschlandes/ aus historischen Grund-Sätzen/ in besondern Anmerckungen/ nach dero Classibus Periodorum, deutlich gehandelt/ und endlich die Nahmen der alten Teutschen Völcker/ Creyse/ Wälder/ Berge/ item die Nahmen der teutschen Völcker in den mitlern Zeiten/ die Lande Kayser Carln des Grossen/ die grossen und kleinen Pagi und Gowe/ die uneigentlich und eigentlcih also genannten Königreiche/ Herzogthümer/ Fürstenthümer/ Gefürstete/ Pfaltz-Land-Marck-Burg- und Grafschafften/ Geistliche Stiffter/ Reichs-Ritterschafft/ freye Reichs-Städte/ und so mehr mit allenthalben vorangesetzten Hypothesibus und Erläuterungen auf eine curieuse Art betrachtet werden. Jena, bey Johann Felix Bielcken, 1712.

Gr.-8vo. (ohne das Titelkupferporträt), Tb. in Rot-Schwarz-Druck, 10 Bll., 664 S., 47 Bll. (Register). Schlichter, zeitgenössischer Pergamentband mit schönem Rotschnitt. Exzellenter Zustand!

Bahnbrechender Meilenstein für die Entwicklung der Mediävistik in Deutschland! – Am Beginn des 18. Jahrhunderts wurde das Mittelalter in gelehrten Kreisen oft noch als eine Epoche der ‘Finsternis’ oder des Verfalls abgetan. Juncker gehörte zusammen mit Gelehrten wie Gottfried Wilhelm Leibniz (mit dem er im Briefwechsel stand) zu den ersten Pionieren, die sich für eine objektivere und positivere Erforschung des Mittelalters einsetzten. Das Buch des thüringischen Pädagogen und Historiographen (1668-1714) lieferte die theoretische und geografische Grundlage, um historische Dokumente des Mittelalters überhaupt erst räumlich und zeitlich korrekt einordnen zu können. Das Werk gliedert sich im Wesentlichen in zwei Hauptteile: den allgemeinen Teil (Kultur der Historiae medii aevi), in dem Juncker umfassend den damaligen Forschungsstand zum Mittelalter, das Problem seiner Bewertung und die Aufgaben der Geschichtsschreibung seiner Zeit analysiert; sowie den spezifischen Teil (Geographia medii aevi) mit dem geografischen Schwerpunkt auf Deutschland. Juncker ordnet die Geografie nach historischen Epochen (classibus periodorum) und entschlüsselt alte Bezeichnungen (Namen und Siedlungsgebiete der alten deutschen Völker, mittelalterliche Kreise, Wälder, Berge und Landschaften, Wandel der territorialen Grenzen im Laufe des Mittelalters). – Ohne das Titelkupferporträt des Autors.

Order Number: 93628CB

Rare Book: EUR 420,--