LUDOVICI,J.F., Das Sächsische Weichbild. Halle 1721

Ludovici, Das sächsische Weichbild. Halle 1721
Hoffmann, Modus Procedendi der Sächs. Proceß-Ordnung. Leipzig 1727

LUDOVICI, Jacob Friederich,

Das Sächsische Weichbild, in der Lateinischen und jetzo gebräuchlichen Hoch-Teutschen Sprache aus alten bewährten Codicibus, nebst nöthigen Auszügen aus der Gloße, so weit selbige zum Verstande des alten und neuen teutschen Rechts etwas beyzutragen scheinet, wie auch einer Vorrede, darinnen die Historie des Weichbildes, auch zum theil supplementa der Historie derer anderen Theile des teutschen Rechts, nicht weniger eine curieuse Nachricht von einer hoch-teutschen edition des Land-Rechts und Richtsteiges de an. 1482 enthalten ist. Halle, in Verlegung des Waysenhauses, 1721.

8vo. Tb. in Rot-Schwarz-Druck mit Vignette, 144 S., 14 Bll. (VORGEBUNDEN:) HOFFMANN, Johann Gottlieb, Der, nach der erläuterten und verbesserten Churfürstl. Sächs. Proceß-Ordnung, eingerichtete Modus Procedendi, darinnen nemlich Die insgemein durch den gantzen Proceß vorkommende Formulen, so wohl auf Seiten derer Partheyen, als des Richters, vorgeschrieben, und die fatalia, die dabey zu observiren, genau angemercket worden sind. Denen Studiosis Juris, welche siech einmahl ad praxin appliciren, oder auch Richter-Stellen vertreten wollen, zum Nutzen ans Licht gegeben. Leipzig, zu haben bey Boetio, anno 1727. Tb., 1 Bl., 123 S. Neuer Pappband mit Rückentitelschildchen. (Papier des vorgebunden Titels etw. gebräunt).

Das Werk Ludovicis (1671-1723) stellt eine wissenschaftliche Aufarbeitung und Übersetzung des mittelalterlichen Sächsischen Weichbilds (auch Magdeburger Stadtrecht genannt) dar. Das Weichbildrecht regelte im Mittelalter das Zivil-, Straf- und Verfassungsrecht innerhalb der Stadtgrenzen (dem sogenannten Weichbild) sächsischer und magdeburgischer Städte. Die Edition enthält wichtige Auszüge aus den mittelalterlichen Glossen (Rechtskommentaren), die für das Verständnis des historischen deutschen Rechts unerlässlich sind. In der Einleitung lieferte Ludovici eine detaillierte Abhandlung zur Entstehung und Geschichte des Weichbildes. „Ebenso sind seine Ausgaben des Sachsenspiegels und des Sächsischen Weichbildes, von 1720 und 1721, wennschon nur Abdrücke älterer Editionen, der Tendenz und Wirkung nach verdienstliche Unternehmungen“ (vgl. Stintzing-L. III,1, 135f.).

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